Review Fakten + Credits


Rezension

Wenn Regisseure – und es sind irgendwie immer Regisseure und niemals Regisseurinnen – ihren Namen zum festen Bestandteil des Filmtitels machen, wie Lee Cronin bei LEE CRONIN’S THE MUMMY, seinem redundanten Reboot Universals legendären Horror-Franchise, impliziert das neben einem überdimensionierten Ego auch eine charakteristische Stilistik. Die ist zweifellos vorhanden  in dem kruden Konglomerat von The Exorcist und Cronins vorangehenden Genre-Werken THE HOLE IN THE GROUND und EVIL DEAD RISE. Der derivative Plot ist das Gegenteil des versprochenen “Reimagining” mit seinem eklatanten Mangel an Einfallsreichtum.   

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Letzter minimiert den Unterhaltungswert der exzessiven Ekel- und Effekt-Orgie. Deren Name und das narrative Element einer Mumie, die sind die einzige Verbindung zum 1932er Original, dessen unheimliche Aura und Atmosphäre dumpfem Splatter-Spektakel weichen. Diesen radikalen Richtungswechsel signalisiert bereits der Prolog, Hayat Kamilles nur als „The Magician“ benannte Antagonistin vorstellt. Ihre Aufgabe ist das Bannen eines altägyptischen Übels, das sich gleich der dämonischen Besessenheit in EVIL DEAD RISE ausbreitet. In Abständen muss die körperliche Bannhülle erneuert werden.

Dazu kidnappt die Zauberin die kleine Katie Cannon (Natalie Grace), Tochter von Reporter Charlie (Jack Reynor) und Larissa (Laia Costa), die acht Jahre später durch eine Verkettung abstruser Zufälle in einem Sarkophag wiederentdeckt wird. Natürlich monströs verändert. Das Wüten des Mumien-Mädchens, Krabbeltiere futtert, mit Grusel-Stimme spricht, auf allen Vieren kriecht und schwebt, ist das übliche Exorzismus-Programm. Das wird so mechanisch und monoton abgespult, dass selbst Horror-Fans sich langweilen. Repetitive Jump-Scares bleibend das einzige Schauer-Stilmittel, das ebenso albern wirkt wie die widersinnige Story.

Szenenbild aus Lee Cronin’s The Mummy: Auf dem Holzboden eines verdunkelten Zimmers steht ein geöffneter Sarg. Im Sarg liegt ein einbandagierter Körper.

Lee Cronin’s The Mummy © 2026 Warner Bros. Pictures

Fazit

In seiner pompösen Horror-Mär lässt Lee Cronin lediglich die Geister seiner eigen Werke wiedererwachen, zusammen mit dem Kadaver von THE EXORCIST. Mit Zweitem hat die öde Neuauflage entschieden mehr zu tun als mit dem Filmkosmos um die Titel-Kreatur. Deren enttäuschend artifizielle Maske und Manierismen sind eine plumpe Kopie von Reagans ikonischen Looks. Obwohl markanteste Stärke der ästhetisch und stilistisch gleichermaßen austauschbaren Inszenierung, kann das überzeugende Ensemble die holzschnittartige Charakterisierung nicht ausgleichen. Der wahre Fluch der Mumie sind offenbar schlechte Remakes. 

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Review Fakten + Credits


Originaltitel Lee Cronin's The Mummy
Kinostart 15.4.2026
Länge: 134 minuten
Produktionsland United States of America
Genre: Horror | Mystery
Regie Lee Cronin
Executive Producer Michael Clear | Judson Scott | Macdara Kelleher | Lee Cronin | Pete Chiappetta | Andrew Lary | Anthony Tittanegro
Producer James Wan | Jason Blum | John Keville | Niamh Gale | Alayna Glasthal | Jennifer Scudder Trent
Kamera Dave Garbett
Visual Effects Russell Bowen | Blake Anderson | Nathalie Girard
Musik Stephen McKeon
Cast Jack Reynor, Laia Costa, May Calamawy, Natalie Grace, Shylo Molina, Billie Roy, Veronica Falcón, Hayat Kamille, مي الغيطي, Emily Mitchell, Husam Chadat, Tim Seyfi, Mark Mitchinson, Gideon Emery, Dean Allen Williams, Gerald Papasian, Hanna Khogali, Jamie Doyle, Amr Atia, Jonny Everett

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