Rezension
Zu viel Wiederholung, zu langweilig, eigentlich schon seit Band 4 – lautet das Feedback, das die Hauptfigur von DIE ÄLTERN zu ihrem nun schon etliche Werke umfassenden Buchprojekt erhält, und sich auch so, grob zusammengefasst, auf den aktuellsten Film von Sönke Wortmann beziehen lässt. Dessen Kino grast zuletzt im (Zwei-)Jahrestakt die deutschen Comedy-Klischees ab (DER VORNAME, EINGESCHLOSSENE GESELLSCHAFT), meist kreisend um ein und dieselben, abgenutzten Figurentypen und privilegierten Lebensrealitäten. Sein neuster Film um einen Autoren in einer Schaffenskrise (!) und in der Mid-Life-Crisis (!!), der noch dazu nicht mit der Zeit gehen mag (!!!), liefert einmal mehr bemerkenswerten Stillstand.
Ein abgestandenes Klischee reiht sich an das nächste im Alltag des von seiner Frau verlassenen Protagonisten Hannes (Sebastian Bezzel), der es als privilegierter, weißer Autor gegenwärtig natürlich mit am schwersten hat. Danach klingt zumindest das geschwätzige Voice-Over immer wieder – die aufdringliche Krönung der überspitzten und allein darin schon schrecklich abgestandenen, oberflächlichen Sicht auf die Gen Z und ihre Gegenwart. Deren Lebenswelt wird einfallsarm karikiert, obwohl das viel größere Potential dafür, Hannes‘ eigene Probleme hergegeben hätten. Nichts von beiden erweist sich als besonders durchdacht oder scharfsinnig, auch nicht als unterhaltsam.
Viele der Szenen, die sich mitunter minisketchartig aneinander reihen, interessieren sich auch nicht für bewegende Entwicklungen, die Dialoge, die spießigen Pointen und gesellschaftlichen Kommentare nicht dafür, in irgendeiner Art und Weise weitsichtig oder subtil zu sein (ganz im Gegensatz dazu, muss das Wortspiel des Titels selbstverständlich noch einmal erklärt werden). DIE ÄLTERN ist ödes, wagnisloses deutsches Kino, das Lektionen von vor zwanzig Jahren mit stereotypen Figuren aufwärmt und damit jene inszenatorische und erzählerische Festgefahrenheit und Inspirationslosigkeit, der die Hauptfigur eigentlich zu entfliehen versucht, bis über die Fremdscham-Grenze hinaus reproduziert.
Fazit
Der einzige Schwung dieser sich müde an sämtliche Klischees klammernden Komödie liegt in einem Grönemeyer-Song, – der Rest bringt keine Freude, nicht einmal Sekundenglück.
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| Originaltitel | Die Ältern |
| Kinostart | 12.2.2026 |
| Länge: | 104 minuten |
| Produktionsland | Germany |
| Genre: | Komödie | Liebesfilm |
| Regie | Sönke Wortmann |
| Executive Producer | Viola Jäger | Oliver Berben |
| Producer | Christoph Müller | Nurhan Şekerci-Porst |
| Kamera | Andreas Berger |
| Musik | Helmut Zerlett |
| Cast | Sebastian Bezzel, Kya-Celina Barucki, Anna Schudt, Philip Müller, Enzo Brumm, Philip Günsch, Thomas Loibl, Judith Bohle, Nilam Farooq, Claude Heinrich, Anh Kiet Le, Glenn Goltz, Doris Plenert, Linus Moog, Zoe Fürmann, Markus John, Sarah Bauerett |
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![Szenenbild aus Die Ältern: Zwei Männer mit Bart und ernster Miene beugen sich nach vorne und blicken durch ein großes Aquarium. Mehrere bunte Fische schwimmen im Wasser, im Vordergrund sind grüne Wasserpflanzen und Dekorationen zu sehen. Im Hintergrund steht ein großes Bücherregal mit vielen Büchern. [erstellt mit KI]](https://riecks-filmkritiken.de/wp-content/uploads/2026/07/29130.webp)

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