Review
Nach STAR WARS – EPISODE IX: DER AUFSTIEG SKYWALKERS war es im Kino sehr lange still um das Star-Wars-Franchise. Erst nach sieben Jahren können sich Fans auf Jon Favreaus THE MANDALORIAN & GROGU freuen, welcher auf der Serie THE MANDALORIAN beruht und zeitlich zwischen Episode 6 sowie Episode 7 spielt. In diesem Film macht Pedro Pascal als Mandalorianer für die neue Republik Jagd auf die Reste des Imperiums.
Die 165 Mio. Dollar Episode
THE MANDALORIAN AND GROGU wurde zuerst als vierte Staffel der Serie geplant, was optisch klar zu erkennen ist. Es ist zwar offenkundig, dass Star-Wars-Produktionen spätestens seit Episode I sehr viel auf CGI setzen, aber hier stechen die Effekte für einen Kinofilm, der für IMAX produziert wurde, regelmäßig negativ auf und haben den typischen Look der Live-Action-Star-Wars-Serien. Gerade Charaktere wie Zeb Orrelios (Steve Blum) oder Rotta (Jeremy Allen White) stechen hier klar als Computergeneriert heraus.
Von der Erzählweise erinnert THE MANDALORIAN AND GROGU stark an die Serienvorlage, wirft aber unnötigen Ballast von Board. Die Missionen sind bodenständiger sowie konsequenter, der Mando selbst wirkt wieder mehr wie der Revolver- sowie Antiheld und Eastereggs sind nicht mehr so aufgesetzt, sondern schmieden sich auch für Außenstehende angenehm logisch in die Handlung ein. Es ist ein netter Aha-Moment für Kennende, aber keine Voraussetzung, das ganze Franchise wie die eigene Westentasche zu kennen.
Von Grogu bis zu Eastereggs
Grogu wird in THE MANDALORIAN AND GROGU wie gewohnt als Animatronic von mehreren Personen gleichzeitig gesteuert. Doch abseits davon ist dieser nicht mehr nur das Merchandiseobjekt, sondern macht eine echte Charakterentwicklung durch, welche sich schon lange erhofft wurde. Damit ist Mandos Begleiter neben Colonel Ward der neuen Republik (Sigourney Weaver) von den Charakteren die einzige nennenswerte Überraschung, welche herauszustechen vermag.
![Eine kleine, grünhäutige Figur mit großen Ohren und dunklen Augen steht auf einem Waldboden. Sie trägt eine beigefarbene, hochgeschlossene Robe. Im Hintergrund ist ein silberfarbenes, futuristisches Raumschiff mit runden Formen und sichtbarem Landegestell zu sehen. [erstellt mit KI]](https://riecks-filmkritiken.de/wp-content/uploads/2026/05/MandoGrogu-FF-000472-1400x587.webp)
The Mandalorian and Grogu ©2026 Disney
Die weiteren menschlichen Darstellenden wie Rebellen (Wer genau hinschaut, wird Dave Filoni als Cameo bemerken), ehemalige imperiale Offiziere oder Schergen von Verbrechern spielen solide, aber ohne groß Aufsehen zu erregen. Es ist die typische Standardkost, welche das Publikum von THE MANDALORIAN oder anderen letzten Star-Wars-Live-Action-Projekten abseits von ANDOR gewohnt ist.
Wer wegen Pedro Pascal ins Kino geht, sollte sich den Besuch bei THE MANDALORIAN AND GROGU jedoch zweimal überlegen. Wie schon in der Serie gibt es für den gefeierten Schauspieler sowohl Stunt- als auch Rüstungsdouble, weshalb zu sehen ist, dass Pedro Pascal zumeist nicht selbst in der Rüstung steckt. Zudem nimmt der Mandalorianer aufgrund seines Kodex fast nie den Helm ab, wodurch das Gesicht kaum zu erblicken ist.
Fazit
Wer STAR WARS REBELS und zuletzt Serien wie THE MANDALORIAN oder AHSOKA genossen hat, wird mit THE MANDALORIAN AND GROGU Freude haben, was nicht zuletzt daran liegt, dass es seit sieben Jahren mal wieder einen Star-Wars-Film im Kino gibt. Doch wer sich nicht zu starken Fans dieser Serien zählt, sollte einen Kinobesuch bei den aktuellen Ticketpreisen zweimal abwägen. Denn dafür wirkt der Film letztlich dennoch zu seriell und wie eine zwei Stunden lange Folge.
Wie hat Dir THE MANDALORIAN AND GROGU gefallen?
| Originaltitel | The Mandalorian and Grogu |
| Kinostart | 20.5.2026 |
| Länge: | 132 minuten |
| Produktionsland | United States of America |
| Genre: | Action | Abenteuer | Science Fiction |
| Regie | Jon Favreau |
| Executive Producer | Karen Gilchrist | John Bartnicki | Carrie Beck |
| Producer | Jon Favreau | Kathleen Kennedy | Dave Filoni | Ian Bryce | Noah Kloor | R.J. Mino | John Hampian |
| Kamera | David Klein |
| Visual Effects | John Knoll | Jeff Capogreco | Kabir Verma | Justin van der Lek | Matt Skuta |
| Musik | Ludwig Göransson |
| Cast | Pedro Pascal, Jeremy Allen White, Sigourney Weaver, Brendan Wayne, Lateef Crowder, Steve Blum, Jonny Coyne, Matthew Willig, Martin Scorsese, Hemky Madera, Stephen McKinley Henderson, Shirley Henderson, Cullen Douglas, Nigel Gibbs, Bahia Haifi, Ajay Mehta, Peter Breitmayer, Rose Portillo, Joel Stoffer, Sonny Saito |
Wie hat Dir THE MANDALORIAN AND GROGU gefallen?
Rezension
Während man Jon Favreaus unvermeidlichen Kino-Ableger THE MANDALORIAN AND GROGU zu seiner enorm erfolgreichen Star Wars Spin-off Serie THE MANDALORIAN anschaut, hört man praktisch schon die Lobeshymnen des Zielpublikums. Wie toll es sei, Pedro Pascals Titelcharakter endlich auf der Leinwand zu sehen. Wie niedlich Grogu doch sei. Wie rührend beider Vater-Kind-Beziehung. Wie tiefgründig das sei, dieses Motiv in der Figur von Jabba the Hutts Sohn Rotta aufzugreifen. Wie cool es sei, Sigourney Weaver als Colonel der New Republic zu sehen, auch wenn sie praktisch nichts zu tun hat, außer das Publikum an ihren Science-Fiction-Kultstatus zu erinnern. Und das Franchise-Vehikel ist tatsächlich so – so perfekt kalkuliert.
Jede Szene des von Favreau mit Dave Filoni und Noah Kloor gescripteten Science-Fiction-Abenteuers hat den Charme einer detailliert durchkalkulierten Geldmaschinerie. Diese Aura kommerzieller Berechnung überlagert die fadenscheinige Atmosphäre der regennassen Straßen und Neon-Reklamen des in den intergalaktischen Außenbezirken gelegenen Planeten, auf den es den Mandalorian aka Mando (Pascal) und Grogu verschlägt. Die auffälligen Referenzen an Ridley Scott erstrecken sich von der BLADE RUNNER Kulisse bis zu den GLADIATOR-liken Arena-Spektakeln, in denen Jabba the Hutts Sohn Rotta sich zum Champion hochgekämpft hat. Im Austausch gegen Informationen über einen flüchtigen Comander des gefallenen Imperiums soll Mando den gefangenen Rotta zu seiner Familie bringen.
Doch Familienbeziehungen sind „messy“, mit einem überstrapazierten Begriff der Sci-Fi-Soap, in der es um wenig anderes geht. Alles ist auf Drolligkeit oder verspielte Monstrosität ausgelegt, von einem Quartett winziger Äffchen-Mechaniker bis zur Drachen-Schlange, an die Mando verfüttert werden soll. Das gilt selbst für die prominenten Cameos, die der generischen Gewinn-Maximierung künstlerisches Prestige verleihen sollen. Mit gerade genug Profil für Fan Fiction, wirken die Charaktere wie wandelnde Merchandising-Vorlagen. Der vorhersehbare Plot generiert weder Spannung noch Tempo mit wechselweise rührseligen und süßlichen Szenarien. Die überschaubaren Action-Szenen bleiben buchstäblich blutleer und ohne Konsequenzen für die Helden, die ja unbeschadet in ihren Serien-Kosmos zurückkehren müssen.
![Im Vordergrund sitzt eine kleine, grünhäutige Figur mit großen Ohren und großen, dunklen Augen auf dem Boden. Sie trägt eine beigefarbene, hochgeschlossene Robe. Im Hintergrund stehen drei weitere kleine Kreaturen mit ähnlicher Statur, die ebenfalls große Augen und unterschiedliche braune oder grüne Hauttöne haben. [erstellt mit KI]](https://riecks-filmkritiken.de/wp-content/uploads/2026/05/MandoGrogu-FF-000469-1400x587.webp)
The Mandalorian and Grogu ©2026 Disney
Fazit
Wenn Jon Favreaus STAR WARS Spin-off eigentlich zu Ende sein könnte, beginnt das zweite Kapitel der überlangen Handlung. Deren Struktur spiegelt den Rhythmus der Serie, von der scheinbar zwei Episoden zusammengefügt wurden. Um die schematische Story dem cineastischen Rahmen anzupassen, fehlte es dem Drehbuchautoren-Trio scheinbar an Motivation. Deren Mangel zeigt auch das schematische Schauspiel. Pascal ist nahezu durchgehend unter seinem Helm und die Mehrheit des Ensembles ist CGI: Dynamik entsteht weder in den harmlosen Kämpfen, noch den Dialogen. Der Fokus liegt auf konservativer Komik und routiniertem Retro-Flair. Zweites verdrängt beflissen, dass Star Wars einst mehr war als kindergartentauglicher Kommerz und nostalgische Niedlichkeit.
Wie hat Dir THE MANDALORIAN AND GROGU gefallen?
| Originaltitel | The Devil Wears Prada 2 |
| Kinostart | 29.4.2026 |
| Länge: | 119 minuten |
| Produktionsland | United States of America |
| Genre: | Komödie | Drama |
| Regie | David Frankel |
| Executive Producer | Aline Brosh McKenna | Michael Bederman | Karen Rosenfelt |
| Producer | Wendy Finerman |
| Kamera | Florian Ballhaus |
| Visual Effects | Tim Van Horn |
| Musik | Theodore Shapiro |
| Cast | Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci, Kenneth Branagh, Justin Theroux, Lucy Liu, Tracie Thoms, Tibor Feldman, B.J. Novak, Patrick Brammall, Simone Ashley, Caleb Hearon, Helen J. Shen, Rachel Bloom, Larry Mitchell, George C. Wolfe, Daniel Liu, Pauline Chalamet, Bria Condon |
Wie hat dir THE MANDALORIAN AND GROGU gefallen?
![Szenenbild aus The Mandalorian and Grogu: Eine gepanzerte Figur mit glänzendem Helm hält ein metallisches Objekt, während eine kleine, grünhäutige Kreatur mit großen Ohren und einem beigefarbenen Umhang daneben sitzt. [erstellt mit KI]](https://riecks-filmkritiken.de/wp-content/uploads/2026/05/MandoGrogu-FF-000470.webp)

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